B64n

Seit Jahrzehnten werden wir in Herzebrock-Clarholz durch den regionalen Schwerlastverkehr auf der B64 geteilt! Die Bundesstraße belastet uns durch Straßenlärm und Abgasen zigtausender PKW und behindert unser tägliches Leben durch hohes Verkehrsaufkommen. 

In den 60-ziger Jahren wurde versäumt für Herzebrock-Clarholz eine zukunftsorientierte, leistungsfähige, aber vor allem nachhaltige, Ortsumgehung zu planen. 

Ich möchte ehrlich sein:
Der Bau der „B64 neu“ in der Ausbauvariante 2+1 ist auf Bundesebene seit Dezember 2016 mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 endgültig beschlossen. Die weitere Planung liegt bei StraßenNRW. 

Dies wird niemand verhindern können, der Prozess ist nicht mehr aufzuhalten! 

Erste Bürgerbeteiligungen haben letzten September 2019 stattgefunden. Auch dort hieß es, dass die Planung nicht mehr geändert werden kann, aber es noch Gestal-tungsspielräume gibt. 

Sich als Bürgermeisterkandidat hinzustellen und zu sagen, mit mir wird es den Bau der B64n nicht geben, ist ein Unehrliches Versprechen an die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Herzebrock-Clarholz. Von solchen Versprechen distanziere ich mich aufs äußerste. 

Im Gegensatz zu einem, Anfang der 1990 geplanten autobahnähnlichen, vierspurigen Neubau, ist sicher der aktuelle Planungsstand das Akzeptabelste für die Bürger in den Außenbereichen und in den Ortskernen. Der hohe Flächenverbrauch und die Größe der Umgehungsstraße ist auch für mich nicht angemessen. Eine realistische Chance auf Änderungen sehe ich hier im Moment nicht. 

Eine Ortsumgehung soll aber vor allem die Lebensqualität verbessern, die Verkehrssicherheit für Bürger und Kinder steigern, die Lärm- und Schadstoffbelastung deutlich reduzieren, eine gute zukunftssichere Infrastruktur schaffen und einen Ort nicht mehr in zwei Hälften teilen. 

Und genau dafür, und nicht weniger, werde ich mich auch einsetzen! Möglichkeiten sehe ich darin die alte B64 so schnell wie möglich mit in die Planungen aufzunehmen, um Vorschläge zu erarbeiten, wie diese nach dem Bau der B64n unter Berücksichtigung der Mobilitätswende attraktiv gestaltet werden kann. 

Die alte B64 muss zwingend als Land- oder Kreisstraße eingestuft werden, so dass wir auch Einfluss auf den Rückbau und wir neue Möglichkeiten der Gemeindeentwicklung für beide Ortsteile haben. Hier sind wieder alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde gefragt. 

Beispiele für einen attraktiven Rückbau sind u.a. eine teilweise Renaturierung, Fahr-bahnverengungen durch ökologisch sinnvolle Baumalleen, Querungshilfen und Radschnellwege. 


„Was für mich aber am wichtigsten wiegt ist, dass die beiden Ortschaften durch den Bau der B64n noch weiter zusammenwachsen, dies genießt bei mir höchste Priorität.“

André Kunst

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